#MINIUnited Wieder München. Wieder kälter. Wieder Mini-los. Das waren wilde fünf Tage, rasant, witzig und aufregend. Und ja: auch sehr überraschend.

Der Mini ist eine Nummer für sich. Wunderbar. Der Classic wie die beiden neuen Modelle, die ich fahren durfte, bieten unfassbar viel Spaß fürs (viele) Geld. Und ebenso viele Möglichkeiten der Selbstverwirklichung. „Mach Deinen Mini wie er Dir gefällt!“ Und das machen Tausende von Mini-Fans auch. Insofern ist die Mini-Fan-Gemeinde auch eine Community, die sich ganz zu recht alle zwei Jahre ausgelassen, selbstbewusst und auch ein wenig ironisch feiern darf und sollte.

In Le Castellet ist das voll gelungen: Unbestätigten Zahlen zu Folge an die 30.000 Besucher haben beim Mini United Festival 2012 ihre Minis, ihre Fanclubs, ihr fahrerisches Können, ihre Bestzeiten, ihr Parcour-Können, ihre Sonderlackierung, ihre Flügeltüren, ihre Doppelauspuffrohre, ihre Car-Wash-Choreographien und ihre Begeisterung präsentiert und gefeiert. Toll, wenn sich Menschen für etwas so leidenschaftlich begeistern können – und das meine ich ganz ernst!

Ich für meinen Teil wüsste nicht, warum ich bei einem fröhlichen Mittagspicknick Stühle und Tische positionieren sollte. Mini-Fans wird dieses Problem abgenommen: Man nehme einen Clubman und stelle ihn in die Mitte dieser lustigen, entspannten Picknickrunde. Hecktüren auf und das Buffet ist eröffnet. Ist das Leidenschaft? Das. Ist. Leidenschaft. Und Liebe. Und solche Begeisterung für den Mini in solch geballter Masse zu erleben, das habe ich durchaus genossen.

Noch viel mehr aber habe ich die Entdeckung von etwas anderem genossen, nämlich die des Mini-Gens. In diesem einen Gen liegt vielleicht auch der Ursprung des Kults, der heute, über 50 Jahre später nach seiner Geburt, offensichtlich um sich greift: In dem Fahrspaß-Gen.

Würde ich mich – bisher – nicht als Mini-Liebhaber sehen, müsste ich jetzt nach fünf Tagen „Mini total“ doch zumindest kurz nachdenken, was ich sage, wenn man mich fragt: „Und? Hat Dich das Mini-Fieber auch ergriffen?“

Hat es. Verwunderlich. Als Mini-Fan bin ich mir selbst bisher nämlich nicht aufgefallen. Da waren es doch eher andere Modelle ganz anderer Unternehmen, für die ich gerne mal die Fassung verloren habe, und zwar deutlichst. Und nun das: Ja, Mini macht richtig Laune!

Und zwar vor allem beim Fahren. Denn genau da schlägt seit wenigen Tagen plötzlich neben wenigen anderen Automarken-Herzen auch das neue Mini-Herzen: hinterm Mini-Lenkrad.

Denn: Die keineswegs so kleinen Mini-Modelle sind purer, kompakter, direkter Fahrspaß, der natürlich dann besonders groß ist, wenn man auch Zeit und finanziellen Hintergrund hat, diesen puren Fahrspaß auf Pisten auszuleben wie denen, die ich die letzten Tage fahren durfte. Alle drei Modelle, der Classic, das Coupé (John Cooper Works) als auch der Roadster (Cooper S) sind Seifenkiste allererster Güte, genau richtig übermotorisiert, perfekt ausgestattet und gut gelaunt. Die beim Classic für mich deutlichste Eigenschaft war die des jederzeit spürbaren Wunschs des Wagens, weiterzufahren, weiterzuspielen, weiterzudüsen, Kurven zu nehmen und Autofahren dabei zu einer der wunderschönsten Beschäftigungen der Welt zu machen. Die Neugier nach dem, was hinter der nächsten Straßenbiegung auf den Classic und seinen Fahrer wartet, ist jederzeit greifbar, außerordentlich sympathisch – und macht süchtig.

Diesen Suchtfaktor hat man mit der neuen Generation des Mini von Anfang an erfolgreich weitervererbt – Hut ab! Und entwickelt dieses Mini-Gen nun kontinuierlich weiter. Auch wenn ich persönlich den Roadster als nicht radikal genug empfinde, spürt man auch bei dem die Gene des Ur-Klassikers, die Lust, nach vorne zu preschen und einfach richtig viel Spaß zu haben. So richtig beeindruckend ist das aber zweifelsohne beim John Cooper Works Coupé. Da kann ich nur empfehlen: Musik an, voll drauf einlassen und jeden Meter voll und ganz genießen.

In den Bergen oder so wie ich mit Traudl und Markus über den Circuit.

Fünf Tage Minimania sind zu Ende, und ich hoffe, es hat allen Lesern des AutoScout24-Magazin-Blogs genauso viel Spaß gemacht wie mir. Ich bedanke mich im Namen des ganzen Teams für die außerordentlich tolle Resonanz und die wirklich zahlreichen Besuche auf dem Blog. Schreibt uns an blog@autoscout24.de, was Ihr von der Mini-Tour haltet, ob Ihr Fragen habt oder Ideen für weitere Touren. Wir haben bereits Mails bekommen – und manche Mini-Fans haben gleich Ihr liebstes Mini-Bild mitgeschickt, drei davon poste ich direkt einmal. Wir freuen uns auf jedes Feedback, und zwar maximal.

Und weil es einfach noch so viel kurioses, schnelles, buntes und lustiges zu zeigen gibt, folgen in den nächsten Tagen noch Bilder und – auf viiiiiiielfachen Wunsch – die Routenbeschreibung meiner Strecke. Einfach wieder vorbeischauen oder via Twitter (AS24_magazin) informiert bleiben.

Schöne Fahrt.